aktion leben-Schwangerenberatung sehr notwendig!
„Schwangerenberatung stärkt Menschen und kann den Übergang zum Eltern-Werden deutlich erleichtern. Wir freuen uns, dass so viele Menschen die Kompetenzen unseres multi-professionellen Teams nützen. Die für so viele Frauen und Familien wichtige Beratung und Hilfen in Notlagen konnten wir wieder vor allem auch dank unserer Spenderinnen und Spender in diesem Umfang anbieten“, fasst Generalsekretärin Kronthaler das Jahr 2025 zusammen. 2024 suchten 962 Frauen aus 33 Nationen die Schwangerenberatung von aktion leben österreich auf.
Auch längere Begleitung möglich
Etwa die Hälfte der Personen nimmt ein Beratungsgespräch in Anspruch. Etwas mehr als ein Drittel kommt bis zu fünf Mal, zehn Prozent der Frauen suchen die Beratung noch häufiger auf: „Einem Teil der Frauen hilft schon ein einzelnes Informationsgespräch, in dem sie zum Beispiel sozialrechtliche Fragen klären. Bei sehr komplexen Problemlagen und in Krisen kommen Frauen aber über einen längeren Zeitraum regelmäßig und in kürzeren Abständen“, sagt Kronthaler. „Diese Frauen leisten durch das regelmäßige Kommen selbst einen erheblichen Anteil zur Verbesserung ihrer Situation und ihres Kindes. Dass wir kein Limit haben und Frauen je nach individuellem Bedarf länger begleiten können, ermöglichen ebenfalls Spender:innen“, erklärt die Generalsekretärin.
42 Nationen – die Welt im Kleinen bei aktion leben
Die Frauen, die 2025 von der aktion leben-Beratung profitierten, stammen aus 42 Nationen. „Am häufigsten brauchten uns Frauen aus Österreich, Syrien und Afghanistan, gefolgt von Rumänien und Serbien. In unserer Beratungsstelle merken wir internationale Krisenherde und Fluchtbewegungen schnell und unmittelbar“, erläutert Kronthaler. Schwangerenberatung leistet insofern Hilfe bei der Integration, indem aktion leben bei der Suche nach Kinderbetreuung und Berufseinstieg hilft sowie selbstbestimmte Entscheidungen unterstützt.
Schwangere Frauen und Mütter vor Gewalt zu schützen, war ebenfalls öfter als in den Jahren davor notwendig.
Finanzielle Hilfen in Notlagen
Sehr geschätzt war 2025 wieder das Sachspendenlager, das ehrenamtlich betreut wird und von Babykleidung über Kinderwägen alles bietet, was junge Eltern für ihre Kinder brauchen.
- 401 Frauen holten sich gebrauchte, gut erhaltene Sachspenden ab.
- 190 Frauen in unmittelbarer Not konnte aktion leben österreich dank Spenderinnen und Spendern finanziell unterstützen.
- 86 Frauen erhielten dank der Kooperation mit DM Drogeriemarkt Windelgutscheine.
Elternberatung, Konfliktberatung, Paarberatung
Seit 2024 bietet aktion leben auch Elternberatung im Rahmen des Eltern-Kind-Passes als Pilotprojekt des Bundesministeriums für Familie und Jugend an. Dabei können von Mutterschutz bis Karenzregelungen, partnerschaftliche Care-Arbeit, Pensionssplitting oder Unterhalt alle spezifischen sozialrechtlichen Themen rund um die Geburt eines Kindes geklärt werden. Das Team der Beraterinnen führte dazu 565 Elternberatungen mit 355 Personen durch.
118 Beratungen erfolgten im Jahr 2025 wegen Krisen oder Konflikten wegen einer Schwangerschaft 2025. „Wir schätzen das Vertrauen, das Frauen in dieser schwierigen Situation uns schenken sehr und sind froh, sie kostenlos und ergebnisoffen begleiten zu können“, betont Kronthaler.
77-mal führte aktion leben österreich Paarberatung durch, ein Angebot, das der Verein durch entsprechende Bewerbung weiter stärken wird. Gerade in konfliktreichen Paarbeziehungen hilft es den Paaren sehr, wenn sie nicht alles allein ausmachen müssen, sondern Hilfe von unbeteiligter Seite bekommen.
Bindungsanalyse für Eltern-Kind-Beziehung
319 Bindungsanalyse-Stunden stärkten Frauen und Kinder in der Schwangerschaft. „Bindungsanalyse – vorgeburtliche Beziehungsförderung unterstützt den Aufbau einer innigen Eltern-Kind-Beziehung schon in der Schwangerschaft. Wir bieten dies vor allem Frauen mit schwierigen Vorerfahrungen wie Fehlgeburten, alleinstehenden Frauen und sehr belasteten Frauen an“, erläutert Martina Kronthaler. Die Methode wirkt präventiv. So kommt es kaum zu postnatalen Depressionen und die Eltern kennen von Anfang an die Bedürfnisse ihres Babys.
Breite Palette an Themen
Die Themen der Beratungen waren wieder sehr vielfältig. An vorderster Stelle standen sozialrechtliche Fragen zu Schwangerschaft und Geburt, Erziehungsprobleme, allgemeine Paar- bzw. Ehekonflikte und finanzielle Schwierigkeiten. Weitere Themen: Probleme beim Wiedereinstieg nach der Karenz, psychische und medizinische Probleme während der Schwangerschaft, Verlusterlebnisse, Gewalt, Elternsein und alleinerziehend sein.
Arbeit nur durch Spenden möglich
Der unabhängige Verein aktion leben österreich führt die Schwangerenberatung als Familienberatungsstelle, die vom Bundesministerium für Familie und Jugend gefördert wird. Dies deckt einen Teil der Kosten ab. Der Betrieb wäre ohne Spenden aber nicht möglich. Jegliche praktische Hilfe und auch ein Großteil der laufenden Kosten werden durch Spenden ermöglicht. „Wir sind unendlich dankbar, dass so viele Menschen bereit sind, Frauen und Familien, die ein Kind erwarten oder gerade Eltern geworden sind, zu unterstützen und sich durch ihre Spende mitzufreuen und solidarisch zeigen. Wir sind überzeugt, dass diese erste frühe Hilfe zu einem guten Start ins Leben beiträgt – eine der lohnendsten Hilfen überhaupt“, schließt Kronthaler.
Infos über die Beratung und online-Spenden auf www.aktionleben.at.
Spendenkonto aktion leben österreich: IBAN: AT64 3400 0000 0723 6771
Die Beratungen von aktion leben sind kostenlos, telefonische Terminvereinbarung ist nötig.